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Die Bilder von Fernando de la Jara erzählen viele Geschichten. Die in bester klassischer Manier gemalten Bilder lösen beim Betrachter Ehrfurcht und Verwunderung aus – die Feier des Eros in den kleinen einfachen Details unseres täglichen Lebens. Die Zeit scheint stillzustehen und lädt ein, in die gefühlsgeladene und sinnliche Atmosphäre, die de la Jaras Charaktere und Objekte umgibt, einzutauchen. Ihre Aura geheimnisvoller Stille und freudiger Erwartung sind nichts anderes als die Suche nach Poesie.
Ein Mann läuft Violine spielend auf einem Drahtseil, ein Lichtstrahl fällt durch eine leicht geöffnete Tür in einen dunklen Raum und berührt nahezu die Füsse eines unbekleideten Mädchens, der blühende Zweig einer Kirsche liegt neben einer Muschel auf einer Spitzendecke: Zeit, Erzählerisches und Plastisches werden in einem „dynamischen Raum, wie de la Jara es nennt, vereint.
Bereits als 17-jähriger wurde Fernando de la Jara geboren 1948 in Lima, Peru von den Jesuiten in Lima mit der Anfertigung eines Freskos für eine Kirche beauftragt.
Später folgte die Mitarbeit für die Art Direction mit dem Regisseur Dennis Hopper für den Film „The last Movie. Danach setzte Fernando de la Jara seine autodidaktischen Studien über flämische und venezianische Maltechniken in Europa fort. Mitte der 70er Jahre zog sich der Künstler in die Berge der amerikanischen Anden zurück, um dort weiterzumalen. In diesem selbstgewählten Exil wohnte er mit den Indianern, die, wie er erklärt, die poetische Dimension in ihrem Leben nicht verloren haben, und arbeitet unabhängig von den Kunstgalerien und Zwängen des Marktes.
Anfang der 80er Jahre zog er nach New York, wo er vier Jahre malte. 1987 wurde de la Jara von der Katholischen Universität Eichstätt zu einer Forschung über die barocke Emblematik Lateinamerikas nach Deutschland eingeladen. Seitdem lebt und arbeitet der Künstler als Maler und Bildhauer in Deutschland .
Fernando de la Jaras Gemälde befinden sich in zahlreichen Sammlungen in Europa, Nord- und Südamerika sowie im Mittleren Osten.
Skulpturen im öffentlichen Raum in Deutschland (Auswahl):
- Minerva, Granitskulptur, Max-Planck-Haus am Hofgarten in München,
- Pi-Chacán, Marmorskulptur, Universitätsklinik Tübingen
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